Verein e.V. · Hessen · Bad Homburg
Luftsportclub Bad Homburg e.V.
50.2880° N, 8.5320° E
§01
Über den Verein
Der LSC Bad Homburg betreibt Segelflug, Kunstflug und Motorflug. Die Segelflugausbildung ist in drei Abschnitte gegliedert: Im ersten lernt der Flugschüler im doppelsitzigen Schuldoppelsitzer Ka13 die Grundlagen — Starten, Landen, Kurvenflüge — unter Anleitung eines Fluglehrers und schließt mit der A-Prüfung nach drei Alleinflügen ab. Im zweiten Abschnitt erfolgt die Umschulung auf Einsitzer; bei der B-Prüfung werden eigenständig absolvierte Flugaufgaben verlangt. Der dritte Teil fokussiert auf thermisches Segelfliegen und endet mit der C-Prüfung. Voraussetzung für die Lizenz sind mindestens 25 Stunden Flugerfahrung sowie ein Streckenflug über mindestens 50 Kilometer.
Als Startarten stehen Windenstart und Flugzeugschlepp zur Verfügung. Die Vereinswinde leistet über 300 PS und beschleunigt den Schüler in zwei bis drei Sekunden von null auf 100 km/h bis auf rund 350 Meter Ausklinkhöhe. Für Jugendliche beziffert der Verein die Gesamtkosten über zwei Jahre auf durchschnittlich rund 1.902 €, aufgeteilt auf 130 € Eintrittsgebühr, 250 € Jahresbeiträge, 190 € Segelflugpauschale, 192 € für 60 Flugstunden, 660 € für 120 Windenstarts, 400 € für 20 Schleppstarts sowie 80 € für den Fliegerarzt.
Wer die vereinseigenen viersitzigen Motorflugzeuge fliegen möchte, erwirbt eine Erweiterung der Motorsegler-Berechtigung durch interne Schulung oder bringt die entsprechende Qualifikation mit. Neulinge können zunächst an einem Interessenttag teilnehmen und so den Flugbetrieb direkt erleben, bevor sie sich anmelden. Ein typischer Betriebstag beginnt um 9 Uhr mit einem gemeinsamen Wetterbriefing, bei dem Thermikentwicklung und Windprognosen für geplante Überlandflüge besprochen werden. Im weiteren Tagesverlauf übernehmen Mitglieder rollierend Aufgaben als Schüler, Startleiter, Schiebemannschaft und Seilholer — Segelfliegen ist Teamsport, der feste Anwesenheit und Mitarbeit verlangt. Abseits des Flugbetriebs engagiert sich der Verein in der Landschaftspflege; 2026 wurde er für eine Grünpatenschaft für den Erlenbach ausgezeichnet.
Auf einen Blick
- Dreistufige Segelflugausbildung (A-, B-, C-Prüfung) mit Pflicht-Streckenflug über 50 km
- Ka13 als Schuldoppelsitzer mit doppelter Steuerung für die Grundausbildung
- Windenstart (>300 PS, Ausklinkhöhe ca. 350 m) und Flugzeugschlepp als Startarten
- Kunstflug als eigenständige Disziplin neben Segelflug und Motorflug
- Jugendausbildung komplett für durchschnittlich rund 1.900 € über zwei Jahre
§02
Flotte
3 Muster
| Muster | Kategorie | Einsatzzweck | Anzahl | Kennung |
|---|---|---|---|---|
| Ka 13 | Doppelsitzer | Segelflug-Grundausbildung | — | |
| Einsitzer Segelflugzeug | Einsitzer | Fortgeschrittenenausbildung Segelflug (B-Prüfung) | — | |
| Motorflugzeug viersitzig | Motorflugzeug | Motorflug mit Motorsegler-Berechtigung | — |
§03
Ausbildung
2 Lizenzen
LAPL-S
LAPL Sailplane
Vereinfachte Segelfluglizenz für Hobby-Piloten.
SPL
Sailplane Pilot Licence
Volle EASA-Segelfluglizenz, weltweit gültig.
Startarten: Windenstart · Flugzeugschlepp