Segelflug als Imagewerbung: Aquila dreht Spot in Schänis

Im Februar 2020, kurz vor dem ersten Covid-Lockdown, drehte der Basler Banken-Dienstleister Aquila am Flugplatz Schänis in der Schweiz einen aufwendigen Werbespot. Das Unternehmen, das auf seiner Website unter aquila.ch verschiedene Firmenvideos veröffentlicht, entschied sich dabei für den Segelflug-Sport als zentrales Bildmotiv seines Imageauftritts. Die Produktion übernahm eine fünfköpfige Crew, die sowohl auf dem Flugplatzgelände selbst als auch in der Luft über Schänis filmte. Das fertige Video ist auf YouTube abrufbar.

Was ist Aquila – und warum Segelflug?

Aquila ist ein Banken-Dienstleister mit Sitz in Basel. Das Unternehmen nutzt den Segelflug bewusst als Imagebuilder für seine Unternehmenskommunikation. Über die inhaltliche Botschaft des Videos oder die konkreten Parallelen, die Aquila zwischen dem Segelflugsport und seinem Geschäftsmodell zieht, macht die verfügbare Quelle keine detaillierteren Angaben. Bekannt ist lediglich, dass das Unternehmen den Segelflug-Sport als visuellen und inhaltlichen Anker für seinen Firmenauftritt wählte und das Ergebnis prominent auf seiner Unternehmenswebsite in einer eigenen Video-Rubrik präsentiert.

Wie wurde der Werbespot produziert?

Die Dreharbeiten fanden im Februar 2020 statt – einem Zeitraum, der in der Segelflug-Saison des deutschsprachigen Alpenraums noch zum Winterbetrieb zählt. Schänis, gelegen im Kanton St. Gallen am Fuß der Glarner Alpen, ist ein bekannter Segelflugplatz im alpennahen Raum und wird von erfahrenen Piloten unter anderem für Alpenflüge genutzt. Die fünfköpfige Produktionscrew arbeitete sowohl am Boden als auch in der Luft – das Video zeigt damit Aufnahmen aus beiden Perspektiven. Dass die Dreharbeiten noch vor dem ersten Covid-Lockdown abgeschlossen werden konnten, erwies sich rückblickend als glücklicher Umstand: Wenige Wochen später wären solche Produktionen unter den dann geltenden Einschränkungen kaum mehr möglich gewesen.

Schänis als Drehort: ein bekannter Segelflug-Standort

Der Flugplatz Schänis hat im Segelflug des deutschsprachigen Raums einen festen Stellenwert. Er liegt im Linthtal und bietet durch seine Nähe zu den Glarner und Urner Alpen günstige Voraussetzungen für Alpenüberflüge und Streckenflüge entlang der Gebirgszüge. Dass Aquila gerade diesen Standort für seinen Imagefilm wählte, dürfte kein Zufall sein: Schänis verbindet Zugänglichkeit mit alpiner Kulisse und ist in der Segelflug-Community als aktiver Betrieb bekannt. Auf flieger.news ist der Flugplatz Schänis auch als eigenes Reiseziel dokumentiert – mit einem Reiseführer für Schänis und das Alpenfliegen, der die Bedeutung des Platzes für die regionale und überregionale Segelflug-Szene unterstreicht.

Segelflug als Kommunikationsmittel außerhalb der Luftfahrt

Der Aquila-Spot ist ein Beispiel dafür, dass der Segelflug nicht nur innerhalb der Luftsport-Community als Bildmotiv funktioniert, sondern auch von Unternehmen außerhalb der Branche für ihre Außendarstellung genutzt wird. Der motorlose Flug, die Abhängigkeit von Naturkräften wie Thermik und Hangwind sowie die präzise Vorbereitung, die jeder Segelflug erfordert, bieten offenbar Anknüpfungspunkte für unternehmerische Selbstdarstellung – auch im Finanzbereich. Konkrete Aussagen darüber, welche Werte Aquila mit dem Segelflug-Motiv kommunizieren wollte, lassen sich aus der vorliegenden Quelle nicht ableiten. Festzuhalten bleibt, dass ein Schweizer Finanzdienstleister die Produktionsressourcen für einen fünfköpfigen Filmdreh in Kauf nahm, um den Sport als Imagevehikel einzusetzen.

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Quellen

Herausgeber

Michael Frey · Privatpilot seit 1993 & Fluglehrer (CRI)

Recherchiert mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von Michael Frey — Spornrad-Pilot mit über 30 Jahren Flugerfahrung, Mitglied im Fliegerclub Erding. Mehr über uns · Methodik & Quellen.