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Lizenz: PPL-H

Die Privatpilotenlizenz Hubschrauber ist die EASA-Volllizenz für privates Drehflügler-Fliegen. Deutlich aufwendiger und teurer als die PPL-A — Helikopter sind anspruchsvoller zu fliegen und Stundensätze liegen drei- bis viermal höher als beim Motorflug.

Voraussetzungen

  • Mindestalter: 17 Jahre
  • EASA Class 2 Medical
  • BZF-Sprechfunkzeugnis

Ausbildungsumfang

  • Theorie: 100 Stunden, 9 EASA-Fächer (überwiegend identisch zur PPL-A, aber Aerodynamik und Aircraft General Knowledge sind heli-spezifisch)
  • Praxis: 45 Flugstunden — davon mindestens 35 mit Lehrer, 10 Solo, 5 Solo-Strecke, 2 Streckenflüge mit Landung an verschiedenen Plätzen
  • Type Rating zwingend für jedes Heli-Muster (Robinson R22, R44, Bell 206, Schweizer 300 …)

Wege zur PPL-H

Direkt einsteigen

Wer mit dem Helikopter beginnt, braucht keine PPL-A vorab. Komplette Ausbildung in einer Heli-ATO. Standard-Schulungsmuster: Robinson R22 (preiswert) oder R44 (komfortabler aber teurer).

Quereinstieg vom Motorflug (PPL-A)

PPL-A-Inhaber:innen erhalten Theorie-Anrechnung für die gemeinsamen Fächer und brauchen meist 35–40 Praxisstunden statt 45. Hauptaufwand: Drehzahl-Management, Hover, Autorotation.

Kosten und Dauer

60.000–80.000 € auf Robinson R22 (günstigstes Schulungsmuster), 80.000–100.000 € auf R44. Dauer: 12–18 Monate. Stundenpreise R22 ca. 350 €/h, R44 ca. 500 €/h. Vereins-Rabatte sind im Heli-Bereich eher selten.

Wie geht’s weiter?

  • NVFR-H: Nachtflug Hubschrauber
  • IR(H): Instrumentenflug Hubschrauber — sehr selten privat, meist gewerblich
  • CPL(H)/ATPL(H): Berufspilot-Pfad — Voraussetzung u.a. für Polizei-, Rettungs- und Off­shore-Fliegerei
  • Type Ratings auf größere Muster (Bell 206/407, Airbus H125 etc.)

Vereine & Schulen

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