Verein e.V. · Bayern · Herzogenaurach · EDQH
Fliegerclub Nürnberg e.V.
Verkehrslandeplatz Herzogenaurach — Mittelfranken — 49.5826° N, 10.8829° E
5,0★
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§01
Über den Verein
Vier eigene Flugzeuge, asphaltierte 720-Meter-Bahn und über 100 aktive Mitglieder am Verkehrslandeplatz Herzogenaurach (EDQH): der Fliegerclub Nürnberg betreibt eine ATO-zugelassene Flugschule für die Privatpilotenlizenz PPL-A und die Light Aircraft Pilot Licence LAPL-A. Geflogen wird auf zwei dieselbetriebenen Cessna 172 TDI, einer PS-28 Cruiser und einer Pipistrel Virus. Die Mischung deckt klassische Schulung, Reisen mit Passagieren und sparsamen Streckenflug ab. Alle Maschinen stehen in einer vereinseigenen Halle mit elektrisch angetriebenem Drehteller.
Die Theorie umfasst die vorgeschriebenen 100 Unterrichtsstunden, davon 90 Prozent als Fernlehrgang und 10 Prozent als Blockabende im Clubraum am Tower. Geprüft wird dienstags beim Luftamt Nordbayern am Flughafen Nürnberg, einzelne Fächer können getrennt abgelegt werden. Für die Praxis stehen acht Fluglehrer zur Verfügung. Jeder Schüler bekommt einen festen Lehrer zugeteilt und fliegt nicht mit dem gerade Diensthabenden. Das Funksprechzeugnis BZF I wird parallel im Verein erworben.
Die Musterkalkulation liegt für den PPL-A bei rund 13.270 Euro über etwa zwölf Monate, für den LAPL-A bei circa 10.010 Euro. Die Beträge fallen verteilt über die Ausbildung an, nicht als Einmalzahlung. Der Jahresbeitrag beträgt 940 Euro, eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben. Reservierungen, Lehrerbuchung und Abrechnung laufen über Vereinsflieger. Mehrtägige Charter inklusive Auslandsreisen sind möglich, bei einer Mindestflugzeit von einer Stunde pro Tag werktags und zwei Stunden am Wochenende.
Wer das Fliegen erst ausprobieren will, bucht einen Schnupperflug mit einem Fluglehrer – Richtwert 100 bis 200 Euro je nach Dauer. Nach der Lizenz bietet der Verein Weiterbildungen für Nachtflug, Schlechtwetterflug, Alpenflug und Kunstflug an.
Auf einen Blick
- ATO-zertifizierte Flugschule mit fester Fluglehrer-Schüler-Zuordnung (8 Fluglehrer)
- Theorie zu 90 Prozent als Fernlehrgang, 10 Prozent Präsenz-Blockabende
- Eigene Rundhalle mit elektrisch angetriebenem Drehteller
- Vier vereinseigene Maschinen (2 × Cessna 172 TDI Diesel, PS-28 Cruiser, Pipistrel Virus)
- Asphaltbahn 720 × 20 m am EDQH, ganzjährig geöffnet
§02
Flotte
4 Luftfahrzeuge
| Muster | Kategorie | Einsatzzweck | Anzahl | Kennung |
|---|---|---|---|---|
| Cessna 172 TDI | Motorflugzeug | Schulung und Charter, dieselbetrieben | ×2 | |
| PS-28 Cruiser | Motorflugzeug | Hauptschulungsmuster für PPL-A und LAPL-A | ×1 | |
| Pipistrel Virus | Motorflugzeug | Sparsamer Streckenflieger | ×1 |
§03
Ausbildung
3 Lizenzen
PPL-A
Privatpilotenlizenz Flugzeug
EASA-Privatlizenz, weltweit gültig.
LAPL-A
Light Aircraft Pilot Licence
Vereinfachte Privatlizenz mit weniger Theoriestoff.
BZF-I
Lizenzpfad
§04
FAQ
5 Fragen
Was ist der Unterschied zwischen PPL-A und LAPL-A bei eurer Ausbildung?
Der LAPL-A ist günstiger, weil 15 Flugstunden weniger vorgeschrieben sind, gilt aber nur in Europa und ist auf Flugzeuge bis 2 t Abfluggewicht und maximal vier Personen begrenzt. Der PPL-A ist ICAO-konform, weltweit gültig und Basis für viele Folge-Berechtigungen. Mit dem LAPL darf man zudem erst nach 10 Solo-Stunden Passagiere mitnehmen. Die meisten Flugschüler entscheiden sich deshalb direkt für den PPL-A.
Was kostet die Ausbildung insgesamt?
Die Musterkalkulation Stand 05/2026 liegt für den PPL-A bei rund 13.270 Euro, für den LAPL-A bei rund 10.010 Euro. Darin enthalten sind Jahresbeitrag (940 Euro), Theorieunterricht (890 Euro), Funkkurs BZF I (300 Euro), Lehrmaterial, Lande- und Prüfungsgebühren sowie etwa 40 bzw. 25 Stunden auf der PS-28 und 5 Stunden auf der Cessna 172. Die Kosten verteilen sich über die Ausbildungsdauer, im Schnitt etwa 1.105 Euro pro Monat beim PPL-A.
Kann ich die Vereinsflugzeuge auch mehrere Tage für Reisen ins Ausland chartern?
Ja. Mehrtägige Reservierungen sind möglich, abgerechnet werden nur die tatsächlich geflogenen Stunden. Bei Ganztagesreservierungen unter der Woche gilt eine Mindestflugzeit von einer Stunde pro Tag, an Wochenenden und Feiertagen zwei Stunden. Bei mehrtägigen Buchungen lassen sich diese Stunden frei zwischen den Tagen verteilen. Voraussetzung für Auslandsflüge sind das englische Funksprechzeugnis und ICAO Language Proficiency mindestens Level 4.
Wie lange dauert die Ausbildung im Durchschnitt?
Die meisten Flugschüler brauchen 10 bis 20 Monate, weil sie die Ausbildung neben Beruf oder Studium machen. Wer mehr Zeit investiert, kann deutlich schneller fertig werden. Die theoretische Prüfung sollte etwa zur Hälfte der praktischen Ausbildung abgelegt sein, weil Solo-Überlandflüge erst danach erlaubt sind. Eine bestandene Theorieprüfung ist zwei Jahre gültig – innerhalb dieser Frist muss die praktische Prüfung abgeschlossen werden.
Wie funktioniert die Mitgliedschaft und wie kündige ich?
Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Eintritt; der Jahresbeitrag wird für Neumitglieder anteilig nach Monaten berechnet. Eine Kündigung oder der Wechsel auf den passiven Status muss bis spätestens 30. September beim Vorstand eingehen, die Mitgliedschaft endet dann zum Jahresende. Pflichten gibt es außer Beitragszahlung und pfleglichem Umgang mit dem Vereinseigentum keine – insbesondere keine Arbeitsstunden.