Verein e.V. · Bayern · Darmstadt
Akademische Fliegergruppe Darmstadt e.V.
49.6200° N, 8.6200° E
§01
Über den Verein
Seit ihrer offiziellen Gründung im November 1920 konstruiert und baut die Akademische Fliegergruppe Darmstadt eigene Segelflugzeuge – als Hochschulgruppe der Technischen Universität Darmstadt, deren Mitglieder ausschließlich Studierende sind. Die Wurzeln reichen bis 1909 zurück, als flugbegeisterte Gymnasiasten die Vorläuferorganisation FSV Darmstadt gründeten; 1913 richtete die TH eine der ersten Luftfahrt-Professuren Deutschlands ein.
Technisch hat die Gruppe wiederholt Maßstäbe gesetzt. Die D-28 „Windspiel" (1933) wog fertig gebaut lediglich 54 Kilogramm – ein drastischer Kontrast zu heutigen Standardklasse-Flugzeugen mit rund 250 Kilogramm. 1934 stellte sie damit einen Streckenflug-Weltrekord über 240 Kilometer auf. Die D-30 „Cirrus" (Mitte 1930er) erreichte eine Gleitzahl von 37,6 und war bis Anfang der 1960er Jahre mit modernen Kunststoffflugzeugen nicht zu übertreffen. Bekanntestes Ergebnis ist die D-36 „Circe" (ab 1962): Sie gilt als Stammvater moderner GFK-Segelflugzeuge, zwei ihrer Konstrukteure wechselten anschließend zu Schempp-Hirth und Rolladen Schneider. Das Original steht heute im Deutschen Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe.
Derzeit fliegt die Gruppe die Eigenmuster D-39b „Mc Hinz" und D-40; die D-38 wird grundüberholt. Neuestes Projekt ist der doppelsitzige D-43 „Fuchur" (Erstflug Oktober 2014), der sich noch in der Flugerprobung befindet. Parallel läuft die Entwicklung des D-45.
Zentraler Arbeitsort ist die eigene Werkstatt in Pfungstadt (Werner-von-Siemens-Straße 2A). Dort entstehen nicht nur die Flugzeuge, sondern auch Bachelor- und Masterarbeiten, die direkt in laufende Konstruktionsprojekte eingebettet werden. Neue Mitglieder können über die Akaflieg ihren Segelflugschein erwerben. Die Gruppe ist beim Amtsgericht Darmstadt unter VR 967 registriert.
Auf einen Blick
- Hochschulgruppe der TU Darmstadt: Mitglieder konstruieren und bauen seit 1920 vollständige Segelflugzeug-Eigenmuster
- Eigene Werkstatt in Pfungstadt – Flugzeugbau von der Konstruktion bis zum Erstflug in-house
- Bachelor- und Masterarbeiten direkt in laufende Bauprojekte eingebettet möglich
- D-36 'Circe' gilt als Stammvater moderner GFK-Segelflugzeuge, steht heute im Deutschen Segelflugmuseum
- Flugscheinerwerb für neue Mitglieder über die Akaflieg möglich
§02
Flotte
4 Luftfahrzeuge
| Muster | Kategorie | Einsatzzweck | Anzahl | Kennung |
|---|---|---|---|---|
| D-43 "Fuchur" | Doppelsitzer | Flugerprobung, Schulung | ×1 | |
| D-39b "Mc Hinz" | Other | Flugbetrieb | ×1 | |
| D-40 | Other | Flugbetrieb | ×1 | |
| D-38 | Other | Grundüberholung | ×1 |
§04
FAQ
5 Fragen
Muss ich an der TU Darmstadt studieren, um Mitglied zu werden?
Die Akaflieg beschreibt sich als Hochschulgruppe der TU Darmstadt mit Studierenden als Mitgliedern. Ob Externe aufgenommen werden, geht aus dem verfügbaren Material nicht hervor.
Kann ich über die Akaflieg meinen Segelflugschein machen?
Ja. Für neue Mitglieder besteht die Möglichkeit, über die Akaflieg den Flugschein zu erwerben.
Welche Flugzeuge sind aktuell im Betrieb?
Im aktiven Flugbetrieb laufen D-39b „Mc Hinz" und D-40. Der doppelsitzige D-43 „Fuchur" befindet sich noch in der Flugerprobung, die D-38 in der Grundüberholung.
Kann ich meine Abschlussarbeit in der Akaflieg schreiben?
Ja. Im Zuge der Flugzeugkonstruktion werden regelmäßig Bachelor- und Masterarbeiten verfasst, die direkt in laufende Bauprojekte eingebettet sind.
Wo befindet sich die Werkstatt?
Werner-von-Siemens-Straße 2A, 64319 Pfungstadt. Die offizielle Postanschrift läuft über die TU Darmstadt, Karolinenplatz 5, 64289 Darmstadt.